Empathy

Logo für Empathy von Gnome Icon Artists, CC BY-SA 3.0

Gnomes Multi-Protokoll-Messenger Empathy gehört nicht mehr zu den Standardanwendungen bei Ubuntu, hat aber auch keinen Nachfolger gefunden. Die Anwendung zählt zu den Gnome Apps, ist aber “unmaintained”. Für sicherheitsbewusste Nutzer ist Empathy ohnehin nicht zu empfehlen, da keines der neueren Protokolle wie OTR für sichere Kommunikation unterstützt wird.

Das ist schade, denn Empathy setzt auf das Plugin-System des Verbindungsmanagers Telepathy auf, mit dessen Hilfe Empathy zahlreiche Protokolle unterstützt, darunter Jabber/XMPP, IRC und ICQ, aber auch SIP and Google Talk, so dass man seinen Linux-Rechner als Softphone und für Videotelefonie nutzen kann.

Wer beispielsweise mit Empathy als Nachfolger von Ekiga telefonieren möchte, muss das Plugin telepathy-rakia installieren (und wird beim ersten Programmstart möglicherweise aufgefordert, die Installation weiterer Pakete zu bestätigen). Sobald man unter Online-Konten ein neues SIP-Konto eingerichtet hat, kann es mit dem Telefonieren los gehen; bei Anrufen poppt ein Benachrichtigungsfenster auf und bietet an, per Mausklick das Gespräch über PC-Lautsprecher und Mikrofon bzw. ein praktischerweise angeschlossenes Headset anzunehmen.

Installation

Hier wird Empathy aus den Ubuntu-Paketquellen mit dem SIP-Plugin installiert:

sudo apt install empathy telepathy-rakia

Alternativen

Mit GNU Ring gibt es einen zeitgemäßen Messenger mit Apps für alle Plattformen.